a

In allen Unternehmen gibt es eine individuelle, ganz spezielle Art, miteinander umzugehen. Alle Mitarbeitenden leben und handeln nach Werten und Codes, die es klar definiert oder unausgesprochen gibt. Sie stellen die „Persönlichkeit“ und den „Charakter“ des Unternehmens dar.

Daher sehen wir eine große Bedeutung darin, die prägende Identität klar zu definieren. Die Mitarbeitenden müssen verinnerlichen können, wofür sie stehen und wie sie miteinander umgehen sollen. So können sie die gesteckten Ziele am besten erreichen. Eine gute Unternehmenskultur ist wie ein Schmiermittel für Organisationsabläufe. Ohne sie knirscht es im Getriebe.

Eine Führungskultur gibt es in jedem Betrieb. Es muss darum gehen, sie möglichst zielführend und effektiv zu gestalten. Daher meinen wir braveheads, dass sich ein Blick in den „Werkzeugkasten“ lohnt. In Interviews hören wir gut zu und gehen den Dingen auf den Grund.

Hohes Wachstum

Im Rahmen einer interessanten Studie zur Unternehmenskultur räumen deutsche Topmanager* ihr zwar einen wichtigen Stellenwert ein. In den Handlungsfeldern des täglichen Miteinanders ist jedoch oft Fehlanzeige. Dort sehen Manager eher Strategien, Regeln, Kennzahlen und Prozesse im Vordergrund.

Dabei lohnt sich ein Blick auf Unternehmen mit Sensibilität für eine positive Kultur des Miteinanders. Diese spiegelte sich in einem messbaren, wirtschaftlichen Erfolg wider. Das Wachstum in solchen Unternehmen liegt Studien zufolge deutlich über dem Niveau von Betrieben mit anderen Prioritäten.

Berechtigtes Grundvertrauen

Es liegt also auf der Hand, die Unternehmenskultur aktiv zu gestalten und ihr Entwicklungspotenzial zu nutzen. Richten wir daher den Fokus auf die wichtigsten Aspekte jenseits beliebter Worthülsen wie „Nachhaltigkeit“, „Kundenorientierung“ oder „flache Hierarchien“.

Zu einer positiven Unternehmenskultur gehört zuallererst berechtigtes Grundvertrauen. Dazu zählen unabdingbar auch Faktoren wie Klarheit der Aufgabenstellung, echter Teamgeist gegenseitigen Helfens und Förderns sowie ein konstruktiver Umgang mit Anregungen und Vorschlägen. Unersetzbar ist eine durch Empathie geprägte Fehlerkultur, durch die Neuerungen jenseits der Komfortzone gewagt werden können.

Unternehmenskultur entwickeln

Eine positive Unternehmenskultur fällt nicht einfach vom Himmel. Daher raten wir von Braveheads dazu, sie aktiv zu entwickeln. Der Weg zum Ziel markiert ein mehrstufiger Prozess, bei dem externe Personalberatung eine wichtige Rolle spielt.

Im Kern geht es darum, welche Werte und Überzeugungen im Unternehmen zugrunde liegen sollen. Wichtig ist dabei ein konstruktives Miteinander zwischen allen Führungsebenen und in der Belegschaft untereinander. Eine offene und transparente Kommunikation ist ein wichtiger Bestandteil einer guten Unternehmenskultur. Selbstverständlich gehört dazu auch ein wertschätzender Umgang mit Kunden.

Werte und Normen top-down zu definieren, reicht für eine nachhaltige Veränderung nicht aus. Sie müssen auf allen Ebenen aktiv entwickelt und mit echtem Anspruch gelebt werden. Das Bonussystem sollte den positiven Verhaltenskodex nachhaltig fördern.

Potenzial ausschöpfen

In Zeiten der Globalisierung und des Fachkräftemangels raten wir Personalberater dazu, das Potenzial der eigenen Mitarbeitenden auszuschöpfen und zu fördern, bevor sie sich neu orientieren. Viele wollen das Gefühl haben, Teil eines größeren Zwecks zu sein und einen Beitrag zu etwas Größerem zu leisten.

Sie erwarten neben echter Wertschätzung für Leistung und Einsatzbereitschaft einen kooperativen Führungsstil mit entsprechender Feedback-Kultur, familienfreundliche Angebote und Weiterbildungsmöglichkeiten. Basics, die zu einer fortschrittlichen, positiv ausgerichteten Unternehmenskultur gehören. Eine angenehme Arbeitsumgebung und Unterstützung bei Weiterbildungen und Work-Life-Balance werden als selbstverständlich angesehen.

Verhaltensweisen von Teammitgliedern lassen sich kaum nachhaltig durch Anordnung von oben verändern. Entsprechende Studien bestätigen die Erfahrungen von Braveheads. Eine prägende Unternehmenskultur lässt sich nur dann nachhaltig etablieren, wenn der Prozess durch alle Instanzen mit echten Mitwirkungsmöglichkeiten aufgebaut wird, um die Tiefenstruktur zu prägen.

Die „Shadows of Leaders“ sind dabei auch bei den tatsächlich gelebten Umgangsformen prägend. Lippenbekenntnisse alleine verpuffen wirkungslos. Nur wenn Führungskräfte aller Ebenen eine positiv geprägte Unternehmenskultur inspirierend vorleben, wird sie sich durchsetzen. Bei der Aussicht auf steigende Gewinne ein lohnendes Engagement.

*Aufgrund sprachlicher Vereinfachung benutzen wir das generische Maskulinum, gemeint sind natürlich alle Geschlechter (m, w, d).